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DANIELA KAMMERER

HAUT UM’S HIRN

Ein Kunstprojekt der Künstlerin, Reisenden, Forscherin und Brückenbauerin

Im Verlauf eines ganzen Jahres reiste die Künstlerin Daniela Kammerer durch acht europäische Dörfer und Städte. Acht Mal öffnete sie dort ihr mobiles Atelier den Bewohnern und Besuchern dieser Orte, lud sie zum Dialog ein, befragte sie, nahm sich Zeit und portraitierte sie. Dabei stand für sie nicht die äußere Erscheinung ihrer Besucher im Zentrum, nicht die realistische Wiedergabe von Augenfarbe, Mundform und Ohrengröße als Portrait, sondern die Aussage des Gesichts über den Menschen, seine Aura, seine Familie und Herkunft, deren Spuren in der Miene der Portraitierten. Forschend und tastend näherte sie sich ihren Gesprächspartnern, setzte ihre Fragen und die daraus gewonnenen Antworten, die Menschen und deren innere und äußere Landschaften ins Bild, und schuf so Portraits, die über die Alltagsansicht, die gewohnte Oberfläche tief hinein in das Wesen der Portraitierten zeichnen.

 

Die von den dargestellten Personen erzählten Geschichten bestimmten den Duktus des Pinsels, die nachdrückliche Farbwahl, das seltene Auftreten von Hund, Katze und Mitmensch im Hintergrund. Das Licht und die Farben des umgebenden Landes spielen mit hinein. Erst wenn Anatomie und Physis, die Ausstrahlung, das Lächeln, das Erzählen vollkommen erfasst sind, wird die expressive Abstraktion zum Portrait, das über den Schnappschuss des Moments hinausläuft und das Leben und Land der Orte miteinschliesst. 

 

Die 240 Portraits tragen im Titel Kürzel, die auf den Entstehungsort hinweisen. Die Reise geht nächstes Jahr weiter nach Jerusalem, Südkorea, Afrika, Amerika und Rumänien.

 

„Daniela Kammerer portraitiert gerne auch Situationen, die ihr mit Personen im Alltag begegnen und stellt fest, dass die Wünsche und Bedürfnisse bei allen Menschen ähnlich sind.“  Fritz Effenberger

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