• White Facebook Icon
  • White Instagram Icon
  • White YouTube Icon

mq18 KUNSTPLATZ

INTERVIEW mit den Initiatoren

Massimo Fiorito und Narcisa Fluturel

 

Was soll der KUNSTPLATZ mq18 sein?

 

Narcisa Fluturel: Unser Anliegen ist es, Künstler aus verschiedenen Ländern vorzustellen und an verschiedenen Orten in Begegnung mit dem Münchner Publikum zu bringen. mq18 KUNSTPLATZ als ein Ort des Austauschs und der Inspiration, wo Gedanken frei fließen können und neue Sichtweisen geboren werden.

 

 

Und wie soll das konkret funktionieren?

 

Massimo Fiorito:  Wir präsentieren Künstler und ihre Kunstwerke an unterschiedlichen Orten Münchens, von etablierten Kulturorten bis hin zur Pop-Up-Galerie. Hier öffnen wir den Raum für einen ungezwungenen Austausch zwischen Künstlerpersönlichkeiten und Kunstinteressierten. Beim "Aperitivo con l’Artista" bringen wir die Gäste in Anwesenheit des Künstlers in geselliger Runde zusammen. Der Künstler wird Frage und Antwort stehen. Ansonsten kann man die Bilder online sehen und der Dialog kann sich über unsere Onlineplattform auch weiterentwickeln. 

 

 

Was für Künstler ladet ihr ein?

 

Narcisa Fluturel: Unser Fokus liegt auf Künstlern aus Rumänien und Italien, also aus Regionen, die in der (Münchner) Kunstszene bisher unbekannt sind. Oft haben diese ein ganz anderes Verständnis von Kunst und vom Leben an sich als wir. Das ist für alle Seiten bereichernd!

 

Sind die Sichtweisen von Künstlern in Europa nicht weitestgehend die gleichen?

 

Narcisa Fluturel: Das könnte man meinen, aber wir haben andere Erfahrungen gemacht. Als ich zuletzt in Rumänien war, ist mir wieder einmal bewusst geworden, dass die Vorstellung von Kunst in Rumänien sich von der unsrigen stark unterscheidet. Die Menschen in Rumänien sind ganz anders sozialisiert als wir. Entsprechend sind ihre Geschichten ganz andere und das spiegelt sich auch in der Kunst wider. Wenn wir es schaffen, diese Unterschiede sichtbar zu machen, das wäre wunderbar, denn das eröffnet ganz neue Perspektiven!

 

 

Wie kam es dazu, dass Ihr den Kunstplatz mq 18 gründen wolltet?

 

Massimo Fiorito: Wir haben einen großen Kreis an Künstlerfreunden aus Italien und Rumänien. Manche haben Schwierigkeiten, sich den deutschen Kunstmarkt zu erschließen, sei es aus sprachlichen oder kulturellen Gründen, und manche lehnen auch bewusst die üblichen Mechanismen des Kunstmarktes ab. Wir hoffen, dass es uns gelingt, auch diese Künstler ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen. Denn dass dies für beide Seiten sehr bereichernd ist, da sind wir uns sicher! 

 

 

Was kann der Kunstraum schaffen?

 

Massimo Fiorito: Uns ist es vor allem wichtig, Raum für den Dialog zu geben und damit Raum für neue Perspektiven und Sichtweisen entstehen zu lassen. Die Menschen gehen heute meiner Meinung nach viel zu selten in echten Austausch miteinander. Was aus diesem Dialog entsteht und wie er sich weiterentwickelt, das möchten ​wir bewusst offenlassen. Bildlich gesprochen entzünden wir den Funken, aus dem sich eine Flamme entwickeln kann. Welche Gestalt diese Flamme haben wird, das wissen wir selbst nicht. Aber dass sich etwas entwickeln wird, da sind wir uns sicher!

Das Interview führte Katrin Frische

 

 

mq18 KUNSTPLATZ 

das Team

das Das Team vom mq18 KUNSTPLATZ wünscht allen Besuchern ein grenzenloses Vergnügen und schöne Begegnungen mit unseren Künstlern und unserem Freundeskreis!

  Beatrice Starck   ist Münchnerin mit multi-kulturellen Wurzeln. Seit 1988 arbeitet sie als int. Kultur-und-Kunstmangerin, sowie als Kuratorin. Sie war darin zuerst für die UNESCO in Paris tätig und später dann u.a für das Haus der Kulturen der Welt in Berlin und in Folge über Jahre mit einer eigenen Galerie in der Schweiz ansässig. Geprägt haben sie ihre  Auslandsarbeitsjahre in Südamerika, Afrika und weiten Teilen des nahen Ostens, in denen sie unterschiedlichste Kunst-und-Kulturprojekte entwickelt und begleitet hat. Wobei  bis heute, neben der Betreuung und dem Aufbau von fundierten Künstler-Karrieren, der "Dialog der Kulturen" und deren gegenseitige Bereicherung als Sprache, die keiner Worte bedarf, das Hauptanliegen ihrer Arbeit darstellt.

Kuratorische Projekte: Kunst-und-Kultursalon in Paris, Gründung eines Künstlerdorfes in Diani Beach (Kenia) ,Int.Symposien "Vorsicht Kunst" mit eigener Künstlergruppe, Galerie am Marktplatz in Büren an der Aare (Schweiz), erste Aussenskulpturengalerie am Stemmerhof, Aufbau Russ-Deutscher Kulturverein "Kultur-Crash", eigene Agentur seit 2000 mit int. Projekten im Bereich der Kunst, Literatur, Schauspiel, Musik und Tanz.

  Massimo Fiorito   stammt aus Verona/Italien. Seit 1995 ist er Wahlmünchner und arbeitet als freiberuflicher Fotograf, Kurator in der internationalen Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und Kultur, und Fotokünstler sowohl mit eigenen Projekten als auch zusammen mit seiner Partnerin Narcisa Fluturel. Meilensteine seines kreativen Schaffens sind Ausstellungen in Verona, Paris und München, die ihn als virtuosen Lichtbildner mit unverwechselbarem Stil zeigen. Seit 2002 arbeitet Massimo außerdem als Videokünstler, da ihn das Medium Film zunehmend interessierte.

Kuratorische Projekte:  Multimediale Ausstellung „TOTÒ, der italienische Prinz des Lachens“ in dem Valentin-Karlstadt Musäum, Galleria Fiorito&Fluturel im Stemmerhof, "Kunst und Schmerzlos".

Ausstellungen: Familienporträts mit Narcisa Fluturel (Stemmerhof Sendling – Arte Laguna Venedig), Free Italy (Kulturtage Weicht – Homeless Gallery), Notti Italiane (Kunstbehandlung München), Identities mit Narcisa Fluturel (Agentur F&H München). Videokunst: Installationen „Eastsuite“, „Hollow Men Project“, „Plasticity“. Als VJ arbeitet er seit längerer Zeit mit DJ Rupen Gehrke erfolgreich zusammen. Von 2014 bis 2017 hat er die Fotografie und die Kamera für den Spielfilm "Holy Spirit" vom Regisseur Mike Baran geleitet.

  Narcisa Fluturel   stammt aus Bocsa/Rumänien. Sie arbeitet seit 1998 als Art-Directorin für verschiedene Werbe- und Mediaagenturen. Zusammen mit  Massimo Fiorito gründete sie 2005 die Galleria Fiorito & Fluturel wo sie mehrere Ausstellungen kuratiert und konzipiert hatte. Seit 2004 auch als freischaffende Künstlerin sowohl mit eigenen Projekten als auch zusammen mit ihrem Partner Massimo Fiorito, tätig. 

Ausstellungen: 2005 „Plasticity (Tempi Rubati)“, multimediales Projekt, November 2005 – Galleria „Fiorito & Fluturel“ München, Uraufführung, Oktober 2007 – F&H PR Agentur München – Gruppenausstellung, Juli 2008 - Nacht der Wissenschaft, Place de la Libertè, Bordeaux, Januar 2009 – G5 Kunst & Kultur, München  | 2007 „24 Frames“, multimediales Projekt in Nürnberg, Kaiserburg | 2008-2011 „Familienportraits“, inszenierte Fotografie, Oktober 2008 - F&H PR Agentur, München, Gruppenausstellung, September 2009 – Sendlinger Tage, München, März 2010 - „Arte Laguna Preis“ - Venedig, Arsenale 2009 „Erotic Blues“, inszenierte Fotografie Galerie Kunstbehandlung, München - Gruppenausstellung | 2010 „Der Prinz des Lachens“, inszenierte Fotografie, Gruppenausstellung „Totò, der italienische Prinz des Lachens“ in Valentin Karlstadt Musäum, München | 2012 „THE DANCE OF BELIEF AROUND THE IDYLL OF FATE“ Gruppenausstellung Galerie Stephan Stumpf, München | 2012 Projekt: „TRANSFER“ - East Side Stories 2. RUHRBIENNALE, 62. Bayreuther Kunstausstellung,2016 Kösk, Färberei München Gruppenausstellung | 2018 Gündung der mq18 KUNSTPLATZ Galerie und Portal und 2. Vorsitzender des Kunstvereins mq18 Kulturraum

  Nina Jelic   ist 1982 in München geboren. Nach der Schule verbrachte sie ein Auslandsjahr in Südamerika und studierte in München und Passau Romanistik und Kulturmanagement, mit Schwerpunkt auf dem ibero-romanischen Kulturbereich. Nach ihrer Rückkehr nach München realisierte sie Kulturveranstaltungen, darunter auch für das Viehhof-Kino, ein Kunst und Kulturfestival im Münchner Schlachthofviertel. Seit 2015 arbeitet sie bei den Pinakotheken im Veranstaltungsbereich.

  Katrin Frische   stammt aus Kassel und ist  Wahlmünchnerin seit 2001. Die ausgebildete Historikerin gründete 2012 die Agentur für Storytelling. Seit dem erzählt sie Geschichten von Individuen und Organisationen mit Leichtigkeit und Tiefgang. Geschichten, die inspirieren und den roten Faden sichtbar machen. Weitere Infos: www.frische-biografien.de

  Michael Keiner   lebt und arbeitet an der französichen Riviera und südlich von München.

mq18 KUNSTPLATZ 

wird von dem gemeinnützigen Verein

mq18 KUNSTPLATZ | KULTURRAUM e.V. unterstützt

mq18 KUNSTPLATZ ist weniger ein Ort als vielmehr eine Idee, basierend auf dem Bedürfnis eines „grenzenlosen“ Dialogs zwischen unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten und Kunstinteressierten, 

um sich zu befruchten, zu wachsen und ungewöhnliche Perspektiven zu erforschen.

 

Die Basis der Vereinsaktivität bildet die Unterstützung italienischer und rumänischer Künstler im Dialog mit Deutschland. Davon ausgehend soll die Förderung des Verständnisses internationaler bildender und angewandter Kunst und Kultur im Fokus von mq18 stehen.

 

Anspruch von mq18 KUNSTPLATZ | KULTURRAUM e.V. ist es, durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen und andere Aktivitäten auf die zunehmende Bedeutung der „Völkerverständigung“ durch die verschiedenen Kulturen und deren ganz eigene Sprache aufmerksam zu machen und selbst Aufklärungsarbeit zu leisten - gerade in unserer Zeit der „Aufbrüche“ und Grenzüberschreitungen von großer Relevanz!

In diesem Sinne sind  Ausstellungen an verschiedenen Pop-up-Räume, Vorträge, Kunstreisen, themengebundene Führungen und Kunstauktionen ebenso geplant wie die Ausschreibung eines Kunstpreises und der Aufbau einer internationalen Kunstliteraturbibliothek, die Interessierten zur Verfügung gestellt werden soll. mq18 möchte darüber hinaus Kooperationen mit strategischen Partnern, internationalen Galerien, Museen und Kulturhäusern bilden und somit zu einem “Meetingpoint“ der Kulturgeschichten werden, der neue Eindrücke verschafft und zum Nach- und Umdenken über die eigenen Grenzen hinaus anregt. 

 

Heute notwendiger, denn je, wie wir meinen!

0CART
mq18 KUNST und KULTUR